Projekt Einzelansicht  - Stadt Witten

Vortrag zum sozialen und interreligösen Zusammenhalt am 20.09.17 bei Lernimpuls Witten e.V.

BM Lars König

In den letzten Jahrzehnten sind die Bemühungen um den interreligiösen Dialog bundesweit und weltweit intensiviert worden. Die Globalisierung und die zahlreichen politischen Konflikte in der Welt zeigen, dass immer noch Bedürfnis nach mehr Zusammenarbeit zwischen den gemeinsam lebenden Kulturen und Religionen besteht.
Um diesem nachzukommen, bedarf es nicht nur eines friedlichen Nebeneinanders nach dem Prinzip: "Du lebst friedlich dort und ich lebe friedlich hier", sondern vielmehr bedarf es eines friedlichen Miteinanders und gegenseitigen Kennenlernens.
Hierfür sind sozialer und interreligiöser Zusammenhalt von großer Bedeutung. Der Vortrag gingt der Frage nach, inwiefern dieser sozialer und interreligiöser Zusammenhalt historisch und gegenwärtig bereits vorhanden sind, und welche gemeinsamen Projekte initiiert werden müssen. Der Theologe und Deradikalisierungsberater Samet Er hat im Rahmen seiner langjährigen Erfahrung im Bereich des interreligiösen Dialogs und Salafismusprävention Erkenntnisse gesammelt, die er den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern vorstellte.

Die Vortragsreihe wurde im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Witten durchgeführt. Diese wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie Leben!".

Hier ein kurzer Bericht des Projektträgers:
Gestern Abend sind wir in unseren Räumlichkeiten der Frage nachgegangen, wie ein sozialer und interreligiöser Zusammenhalt gelingen kann. Hierzu haben wir den Referenten Samet Er eingeladen, der aus seinem theologischen Background und seiner beruflichen Perspektive als Deradikalisierungsberater gesellschaftliche Ansätze für einen sozialen und interreligiösen Zusammenhalt eingebracht hat. Samet Er hat verdeutlicht, dass nur durch das gegenseitige Kennenlernen ein Zusammenhalt entstehen kann: Und dieses Kennenlernen kann nur dann gelingen, wenn die Auseinandersetzung mit der eigenen Religion, Weltanschauung, oder sonstige Überzeugung sich zutragen kann.

Samet Er bemühte sich anhand von theologischen und historischen Beispielen Rahmenbedingungen und Richtlinien für einen sozialen und interreligiösen Zusammenhalt festzulegen. Er gab Beispiele aus dem Koran und Sunna, aber auch aus der deutsch-europäischen Geschichte. Er kam zum Fazit, dass der soziale und interreligiöse Zusammenhalt kein modernes Phänomen sei, sondern bereits seit Jahrhunderten stattfindet.

Außerdem erinnerte er daran, dass der wichtigste Aspekt eines sozialen und interreligiösen Zusammenhaltes die Nachbarschaftsbeziehung ist. Hierzu zeigte er sowohl aus der christlichen, als auch aus der islamischen Zeit Modelle.

Der Abend stieß auf reges Interesse. Nach einem wichtigen Austausch zwischen Publikum und Referent wurde der Abend in weiteren Austauschen mit Köstlichkeiten beendet.

Wir bedanken uns auch bei dem stellv. Bürgermeister Lars König, Stadt Witten für seine Grußworte an diesem Abend.

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