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Vorträge zur Demokratieförderung bei Lernimpuls Witten e.V.

Lernimpuls

Am 04.10.17 lud Lernimpuls zu einem Vortrag in Kooperation mit dem Wittener Internationalen Netzwerk (WIN) mit dem Titel "Noahs Fest" - Förderung einer Kultur des Zusammenlebens - ein. Referentin ist die Religionspädagogin Sevdanur Özcan.
Ein gemeinsamer Dialog soll ein Miteinander fördern, Fragen beantworten und neue Ideen entwickeln. Ziel ist es über die Gemeinsamkeiten in Glaube, Kultur und Alltagsproblemen mit verschiedensten Menschen zu reden um diese somit zu verbinden. Fokus einer Zusammenkunft bei einem Fest sind Gespräche und nicht Diskurse oder Debatten. Der Anlass zu diesem Fest ist die Errettung der Menschen und Tiere vor der großen Sintflut zur Zeit Noahs, der einer der wichtigsten Menschen in allen abrahamischen Religionen ist und zudem in vielen Kulturen dieser Welt in ähnlicher Form erwähnt wird. Des weiteren symbolisiert die Rettung Noahs mit seiner Familie, sowie der Tierwelt nach einer all zerstörenden Sintflut einen Neubeginn, ein neues Umweltbewusstsein, die Brüderlichkeit zwischen allen Menschen und ein harmonisches Zusammenleben verschiedener Kulturen. Dieses historische und Ereignis soll somit auch einen Anhaltspunkt für den interkulturellen und interreligiösen Dialog bilden. Lassen sie uns dieses Ereignis zum Anlass nehmen und uns über unsere gemeinsamen Werte unterhalten und Lösungen für unsere Probleme finden.

Ein weiterer über die Partnerschaft für Demokratie geförderter Vortrag fand am 19.10.17 um 19.00 Uhr in den Räumen von Lernimpuls in der Berlinerstr. 7 statt.

Titel: "Respektvolles Miteinander" - aktiv gestalten trotz Diskriminierung & Rassismus -

Die meisten unter uns kennen die Situation, in denen man mit Äußerungen konfrontiert wird, die einem die ,,Sprache verschlagen“. Doch wie sieht es aus mit der Gegenreaktion? Man möchte nicht schweigen, doch weiß man auch nicht, auf welche Art und Weise man seine Stimme erheben soll. Der diskriminierende Diskurs der Rechtspopulisten verunsichert immer mehr, da man Zeuge wird, dass ihre ,,Argumente“ auf Zustimmung stoßen und ihnen nicht in der Öffentlichkeit widersprochen wird. Ist man diesen verbalen Attacken ausgesetzt, bleibt meistens das Gefühl der Hilflosigkeit zurück.
In dem Vortrag wird Yasemin Aydin, Kulturanthropologin & Europa-Koordinatorin der Journalists and Writers Foundation, die unterschiedlichen Modi der Fremddarstellung erörtern, auf die Herausforderungen des Umgangs miteinander in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft eingehen, die Begriffe und Konzepte der Diskriminierung, des Rassismus und Sexismus vorstellen und gemeinsam mit den Teilnehmenden konkrete Handlungsstrategien ausarbeiten. Es soll dabei die Bandbreite von diskriminierenden, rassistischen und sexistischen Methoden aufgezeigt und entlarvt werden. Des Weiteren sollen die Möglichkeiten eines demokratischen Ergreifens und zivilgesellschaftlicher Courage kennengelernt werden.

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