Projekt Einzelansicht  - Stadt Witten

Pädagogischer Fachtag zum Thema ‚Rechtspopulismus und Rassismus‘ am 14.09.2017

Fachtagung

Um zu einer aktiven Auseinandersetzung einzuladen und sich für den Zusammenhalt sowie sozialen Frieden in einer toleranten und offenen Gesellschaft stark zu machen, fand am 14.09.2017 eine pädagogische Fachtagung zum Thema „Rechtspopulismus und Rassismus – Befindet sich die Gesellschaft im Krisenmodus?“ statt. Die Initiatoren Sebastian Schopp, Leiter der Integrationsagentur des DRK Witten und Katharina Arnoldi, Bildungsreferentin der Evangelischen Erwachsenenbildung Ennepe-Ruhr luden zum Austausch rund 90 Kolleginnen und Kollegen, Fachpersonal und Referenten in das Martin-Luther-Zentrum in Witten ein.

Die Tagung fand in Kooperation mit der Stadt Witten, dem Ev. Kirchenkreis Hattingen-Witten, amnesty international, der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg, dem Netzwerk für Terrorismusforschung und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg statt. Förderung erhielt die Fachtagung durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ um extremistischen Tendenzen professionell und entkräftend zu begegnen.

Die Tagung, welche vom stellvertretenden Bürgermeister Lars König eröffnet wurde, ging der Frage nach, was genau eigentlich Rechtspopulismus heißt, wie sich seine Ursachen, sein Aufstieg und seine Verbreitung erklären lassen und vor allem welcher Gefahr unsere Demokratie diesbezüglich ausgesetzt ist.

Ziel der Tagung war es, die aktuellen Entwicklungen und ihren Ursprung zu betrachten und unter diesen Voraussetzungen eigene als auch nachhaltige und zukunftsfähige  Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Um sich intensiv mit der Problematik auseinanderzusetzen wurde die Tagung inhaltlich sowie fachlich von folgenden Referenten begleitet und in drei Abschnitte aufgeteilt:

1.      Inputvorträge

- Wolfang Grenz, amnesty international, UNO-Flüchtlingshilfe: „Wendepunkte in der Flüchtlingspolitik und
  ihre Auswirkungen“

- Dr. Marcel Lewandowsky, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: „Rechtspopulismus in Deutschland –
  Faktencheck“

- Dr. Stephan Humer, Netzwerk Terrorismusforschung e.V., Forschungs- und Arbeitsbereich
  Internetsoziologie Hochschule Fresenius Berlin: „Digitale Identitäten, Chancen und Risiken“

- Künstlerduo Karin Kettling und Jürgen Albrecht: Kulturact „Zivilcourage“

2.      Workshops

- Armin Langer, Salaam-Schalom-Initiative : „Wege zum Miteinander“

- Dieter Frohloff, MBR Arnsberg: „Methoden und Impulse für die Bildungsarbeit“

- Leroy Böthel, MBR Arnsberg: „Umgang mit rassistischen Parolen und rechtspopulistischen
  Herausforderungen“

- Georgina Manfredi, e.V. häusliche Gewalt: „Wer ist betroffen von Rassismus“

3.      abschließende Diskussionsrunde

In der abschließenden Diskussionsrunde wurde vor allem auf die Wichtigkeit des gemeinsamen Austauschs aufmerksam gemacht. Als Ziel gilt es den gegenseitigen Dialog zu fördern, und somit Vorurteile aus dem Weg zu räumen und inhaltlose Parolen sachlich zu entkräften. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Entstehung von extremistischen Tendenzen entgegengewirkt werden muss. Auch die Wichtigkeit der Netzwerkarbeit wurde hervorgehoben.

Für weitere Infos zum Fachtag steht hier der Veranstaltungs- Flyer zum Download zur Verfügung.

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