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Pädagogische Fachtagung "Diskriminierung und Rassismus in der Kinder- und Jugendarbeit" im Jugendzentrum "Famous" am 26.04.2016

Fachtagung

Während Pegida und die AfD mit derben Parolen Stimmung gegen Geflüchtete machen, überschlagen sich die Meldungen über Brandanschläge auf Asylunterkünfte, Gewaltverbrechen an Menschen mit Migrationshintergrund und einer Ablehnung gegenüber anderen Kulturen fast täglich. Die Gesellschaft ist spätestens seit der ‚Kölner Silvesternacht 2015‘ schockiert nach rechts gerückt. Insbesondere eine Islamfeindlichkeit scheint en vogue geworden zu sein. Junge Menschen, die aus sozial schwächerem Umfeld kommen, laufen diskriminierenden und rassistischen Meinungen offen in die Arme und schaden somit dem Gedanken des demokratischen Prinzips. An dieser Stelle gilt es Aufklärungsarbeit zu leisten.  

Am 26. April 2016 fand diesbezüglich eine pädagogische Fachtagung zum Thema „Diskriminierung und Rassismus“ in der Kinder- und Jugendarbeit statt, gefördert durch die Mittel der „Partnerschaft für Demokratie leben“,  im Wittener Jugendzentrum „Famous“. Etwa 40 Kolleginnen und Kollegen aus ganz NRW folgten dem Ruf des DRK Witten und erhielten Einblick in die Arbeit der Kooperationspartner um Stefan Woßmann, Hartmut Reiners und Silvia Eilhardt. Die Tagung ging der Frage nach, was eigentlich genau Rassismus ist und wie ein angemessenes Handeln in der Migrationsgesellschaft aussehen kann; welche Fallstricke sind zu bedenken und welche Voraussetzungen für ein gelingendes Handeln müssen bedacht werden.  Ziel dieser Tagung war es aktuelle Entwicklungen - mit einem speziellen Blick auf die Region – zum Thema „Rassismus“ und „Diskriminierung“ unter die Lupe zu nehmen um eigene Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Der Fachtag war aufgeteilt in drei Abschnitte:

1.       Inputvorträge

  • Hartmut Reiners, ARIC NRW e.V.
  • Stefan Woßmann, Respektbüro, Stadt Dortmund
  • Silvia Eilhardt, Aussteigerbüro, Abteilung Jugendförderung Stadt Witten

2.       Workshop

  • Michael Fröhling, Leiter des Kulturbunkers Bruckhausen
  • Lenard Suermann, Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus
  • Filiz Sirin, FUMA Fachstelle Gender NRW
  • Roland Grabs, Landessportbund NRW

3.       Diskussionsrunde

Die Vorträge behandelten dabei die  unterschiedlichsten Dimensionen von (rassistischer) Diskriminierung,  mit dem Ziel „vorurteilsbewusste Bildung“ für die Rechtsextremismusprävention zu fördern. Am Nachmittag diskutierten die Teilnehmenden in  fünf Workshops - etwa im Hinblick auf Stammtischparolen etc. -  mögliche Modelle der Prävention, gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Ziel des DRK war es an dieser ein breites Angebot für die Teilnehmenden zu schaffen. Dies gelang durch die tolle Mithilfe der Kooperationspartner um Silvia Eilhardt. So trugen folgende Personen zu einer inhaltlichen Bereicherung bei:

  • Michael Fröhling, Leiter des Kulturbunkers Bruckhausen
  • Lenard Suermann, Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus
  • Filiz Sirin, FUMA Fachstelle Gender NRW
  • Roland Grabs, Landessportbund NRW
  • Silvia Eilhardt, Aussteigerbüro, Abteilung Jugendförderung Stadt Witten

Das Paradigma der Vernetzungsmöglichkeit war auch gegeben und  wurde somit im Anschluss der Veranstaltung ebenfalls genutzt. Eine weitere Tagung soll nach Rücksprache mit den Teilnehmenden im Herbst folgen.

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