Projekt Einzelansicht  - Stadt Witten

Zeitzeugin Betty Bausch-Polak berichtete über ihr Leben im Widerstand

Betty Bausch-Polak

280 Schülerinnen und Schüler der Blote-Vogel-Schule sowie des Schiller- und des Ruhrgymnasiums lauschten am Montag (1.12.) dem beeindruckenden Bericht einer hochbetagten Zeitzeugin in der Aula des  Ruhrgymnasiums. Der Verein für Kinder- und Jugendförderung Witten-Annen e.V. hatte Betty Bausch-Polak dorthin eingeladen, um im Rahmen des Begleitprogramms zur Anne-Frank-Ausstellung über ihre Arbeit im Widerstand in den Niederlanden während der NS-Zeit zu berichten.

Die 95-Jährige erzählte von ihrem gefährlichen Leben im Untergrund, dem ständig drohenden Verrat und wie es ihr gelang, das alles zu überleben. Im rappelvollen Saal  war es dabei mucksmäuschenstill: „Alle waren tief bewegt“, sagt die Leiterin des Wittener Stadtarchivs, Dr. Martina Kliner-Fruck, die die Veranstaltungsreihe mit Rat und Tat unterstützt hat. Nach ihrem Vortrag beantwortete die Zeitzeugin noch die Fragen der Jugendlichen und signierte allen Jugendlichen, die darum baten, ihr Buch „Bewegtes Schweigen“, das sie gemeinsam mit ihrer Schwester verfasst hat, persönlich: „Umarme das Leben“, gab Betty Bausch-Polak den Jugendlichen mit auf den Weg.

Dr. Kliner-Fruck freut sich sehr über das große Interesse der Schulen an der Veranstaltung und das positive Echo. Uta Wolf, deren Kind die Blote-Vogel-Schule besucht, bedankt sich beispielsweise persönlich bei den Veranstaltern und schreibt ans Stadtarchiv: „Meine Tochter und ihre Klassenkameraden waren sehr beeindruckt von Frau Bausch. Die Klasse würde ihr gerne schreiben und ihr danken…“  

Betty Bausch-Polak ging anschließend noch in Begleitung des Schulleiters des Schiller-Gymnasiums, Gerhard Koch, und dem 2. Vorsitzenden des Vereins für Kinder- und Jugendförderung Witten-Annen e. V., Michael Lüning, durch die Anne Frank Ausstellung. Bei dieser Gelegenheit hob sie die besondere Wirkung hervor, die das Schicksal der Anne Frank bis heute bei jungen Menschen erziele.

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