Projekt Einzelansicht  - Stadt Witten

Töne, Tanz und Toleranz Open Air 2014

Open-Air Festival

Auch in diesem Jahr wurde auf dem Gelände der WERK°STADT in Witten mit einer Mischung aus guter Musik, Theater und Poetry Slam wieder ein Zeichen für Toleranz und gegen Rassismus und Ressentiments gesetzt: Mit dem dreitägigen „Töne, Tanz und Toleranz“ Open-Air, kurz: „TTUT“. Das Festival war eine Kooperation der WERK°STADT Witten, der Grenzfrei Gruppe und der Hardenstein Gesamtschule. Eröffnet wurde das TTUT am 12.09.2014 mit dem GrenzFreitag, an dem ein Benefizkonzert für Flüchtlinge in Calais gegeben wurde. Die Wittener Grenzfrei Gruppe engagiert sich seit Jahren für die Flüchtlinge in Frankreich und setzt sich massiv für die Verbesserung ihrer dramatischen Situation ein. Malte Steinmann, Mitglied der Grenzfrei Gruppe, hat den Besucher_innen in einem Kurzvortrag bzw. einer Kurzvorstellung einen Überblick über die Situation der Flüchtlinge und die Arbeit der Gruppe Grenzfrei Witten gegeben. Zusätzlich zu diesem Vortrag gab es an diesem Tag zahlreiche Informationsstände auf dem Festivalgelände, an denen sich die Besucher_innen umfassend informieren konnten. Vertreten waren neben der Grenzfrei Gruppe selber folgende Gruppen beziehungsweise Organisationen: Das soziokulturelle Zentrum Trotz Allem, Amnesty International, Afrique-Europe-Interact sowie die Anarchische Gruppe Östliches Ruhrgebiet.

Bei allem Ernst der Sache gab es aber auch ein musikalisches Rahmenprogramm. Dieses lud die Besucher_innenschaft mit Ska, Reggae und Dub’n’Roll zum Verweilen ein. Auf der Bühne standen an diesem Abend das Mondo Mashup Soundsystem, Wotka Trawolta, Brainflow Management sowie der Headliner Martin Jondo.

Besonders familienfreundlich war der Festival-Samstag am 13.09. in Kooperation mit der Hardenstein Gesamtschule angelegt: Der Kinderzirkus der WERK°STADT hat ab 15:30 Uhr eine Aufführung zum Besten gegeben, bei dem die jungen Zuschauer_innen auch aktiv mitmachen konnten. Die Schüler_innen der Hardenstein Gesamtschule haben zudem mit einem Kinderschminkstand, Dosenwerfen und einer vom VfL-Bochum zur Verfügung gestellten Torwand das Familienprogramm erweitert.
Ein Infostand der internen Koordinierungsstelle zum Lokalen Aktionsplan Witten hielt wieder viele Informationen, Broschüren, Fachbeiträge und Dokumentationen zur Umsetzung der Einzelprojekte für die Besucherinnen und Besucher bereit. Michael Lüning vom Amt für Jugendhilfe und Schule und die Programmberaterin Ulla Theisling kamen mit vielen interessierten Gästen des Festivals ins Gespräch und erhielten Anregungen für ihre Arbeit.
Musikalisch kam man als Gast ab 17 Uhr mit Gyp-Hop, Rap, Pop und Drums von Acts wie SBK Basement, Barulheiros, Die Hänger und Tengo hambre pero no tengo dinero auf seine Kosten. Headliner an diesem Abend waren die Ohrbooten aus Berlin.

Zum Abschluss des Festivals am Sonntag, den 14.09., wurde es schließlich lyrisch und performativ. Das Theaterstück „Krieg“ nach Jane Teller feierte seine Premiere. Regisseurin Melanie Schmitt-Nagler und Regisseur Manuel Schmitt brachten das Stück mit dem intergenerativen Ensemble „Theater Lebendig“ auf die Bühne.
Wortgewandt und performativ ging es dann weiter: Die „Sprechstunde“, Wittens größter Poetry Slam, präsentiert sich in einer Open Air-Ausgabe..

Der Eintritt zum gesamten Festival war frei. Es konnte durch Förderungen des Landesjugendamtes, des Lokalen Aktionsplans und der Sparkasse Witten ermöglicht werden.

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