Projekt Einzelansicht  - Stadt Witten

„Mini -WM für D-Junioren mit begleitendem Fest der Nationen“ am 21./22. Juni 2014

Mini WM

Wie im vergangenen Jahr – Schmelztiegel Ruhrgebiet – wurde die Veranstaltung auch in diesem Jahr gefördert vom Bundesprogramm ‚TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN‘.
Wenn im Rahmen dieses Bundesprogramms ein Fußballturnier gefördert wird, dann muss es eine besondere Ausrichtung haben und sich von ‚normalen’ Turnieren unterscheiden! Hier waren die beteiligten 16 Mannschaften aufgefordert, sich bereits im Vorfeld mit dem ihnen zugelosten Land zu beschäftigen und es auf einer Malwand zu präsentieren – was mehr oder weniger kreativ gelang. Auch in der ‚WM-Zeitung’ konnte jede Mannschaft eine Seite selber mit dieser Zielsetzung gestalten.Beschäftigung mit der Eigenart einer anderen Kultur, sich mit ihr zu identifizieren, weil man dieses Land vertritt – dies bedeutet, Ähnlichkeiten und Unterschiede zur eigenen Kultur zu entdecken, fördert das Wissen über Menschen anderer Länder und kann damit die Kompetenz der Teilnehmer stärken. In einer feierlichen Eröffnung mit dem Einmarsch der Nationen zu ‚ihren’ Nationalhymnen, in der in der Begrüßung gerade dieser Aspekt herausgestellt wurde, präsentierten alle 16 Mannschaften ihre Malwand, die später die Umrandung des Wullenstadions schmückten. Eine philippinische Tanzgruppe und ein junger Jongleur bereicherten das Eröffnungsprogramm einer Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft der Wittener Bürgermeisterin Frau Sonja Leidemann stattfand. Neben dem Gegeneinander im Turnierbetrieb wurde bei der Erstellung einer ‚Skulptur der Begegnung’ – geleitet vom Wittener Bildhauer Harald Kahl – die gemeinsame Verantwortung für die eine Welt herausgestellt und eine ‚Erinnerung für die Zukunft’ geschaffen: Jede Mannschaft gestaltete ein Element des überdimensionalen Pokals, der von der Weltkugel gekrönt wurde. Das Spruchband „Wir alle spielen in einer Welt“ stellte das Verbindungselement dar. Unter großem Applaus wurde diese Skulptur rechtzeitig zur Siegerehrung ‚enthüllt’ und gab einen begeisternden Rahmen ab für die kleinen ‚Weltmeister’ aus der Schweiz, die zudem mit einer Nachbildung der originalen WM-Trophäe geehrt wurden. Auch hier verlieh die Vorstellung der Cheeleaders T:T:C: Tigers, amtierende Deutsche Meister, der Veranstaltung einen besonderen – emotionalen – Touch.Auch im eigenen Verein, im FSV Witten, hatte die Veranstaltung dazu geführt, sich der verschiedenen in den Mannschaften vertretenen Nationalitäten bewusst zu werden. Mit Stolz haben wir eine Auswahl dieser Spieler mit ihren Familien im Vorfeld fotografiert und sie als ‚Unsere FSV-Familien’ in einer Fotoausstellung auf der Tribüne präsentiert – was einige Aufmerksamkeit erhielt, wie auch die im Bild präsentierte ‚Gestik der Kulturen’, entwickelt von Muhammed Kocer, Mitarbeiter des KSB. Hier wurde jedem Betrachter deutlich, dass sich Kulturen nicht nur in der gesprochenen Sprache, sondern auch in der Gestik, der Körpersprache, oftmals so sehr unterscheiden, dass dem Miss-Verstehen Tür und Tor geöffnet sind. Nicht zuletzt gehört auch die Kooperation mit den Integrationsagenturen aus Witten, Hagen und Schwelm unbedingt zu dieser Veranstaltung. Aus Witten beteiligte sich eine Gruppe des DRK an beiden Tagen mit einem internationalen Speisenangebot. Ihr war es auch zu verdanken, dass die philippinische Tanzgruppe vor Ort war.Am Sonntag folgte dann der ‚Kick-together-Cup’, an dem sich 5 Mannschaften verschiedener Kulturvereine beteiligten, die ihren ‚Hobby-Weltmeister’ ausspielten und die bunte Vielfalt der Veranstaltung bereicherten. Ein reiches Spielangebot im Rahmenprogramm mit attraktiven Großspielgeräten gab dem Ereignis zudem einen heiteren, spielerischen Charakter, zu dem auch das sonnige Sommerwetter enorm beitrug. Wir als Veranstalter dürfen von einer rundum gelungenen ‚Weltmeisterschaft mit begleitendem Fest der Nationen’ sprechen und bedanken uns herzlich für die Mithilfe aller Beteiligten.

()