Projekt Einzelansicht  - Stadt Witten

„Anne Frank und Bergen-Belsen": Historiker sprach über Lebens-, Verfolgungs-, Wirkungsgeschichte

Einem Vortrag über „Anne Frank und Bergen-Belsen" lauschten Interessierte am Freitag, 5. Dezember, im Ratssaal des Wittener Rathauses. Dr. Thomas Rahe, wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, referierte dort über „Anne Frank und Bergen-Belsen". Der Vortrag ging der Frage nach, aus welchen Gründen Anne Frank zusammen mit ihrer Schwester Margot Ende Oktober 1944 von Auschwitz nach Bergen-Belsen deportiert wurde und was wir über ihr weiteres Schicksal im Konzentrationslager Bergen-Belsen wissen.

Der zweite Teil des Vortrags beschäftigte sich mit der Wirkungsgeschichte des Tagebuchs und des Verfolgungsschicksals von Anne Frank, wie sie sich in der Geschichte der Gedenkstätte Bergen-Belsen widerspiegelt. Wie ist die Verfolgungsgeschichte von Anne Frank an diesem Ort präsent, wie wird ihr Vermächtnis dargestellt und wie reagieren die Besucher darauf? Auf diese Fragen ging Dr. Thomas Rahe ebenso ein wie auf den Umgang mit der Erinnerung an Anne Frank im räumlichen Umfeld der Gedenkstätte Bergen-Belsen.

Über den Referenten: Dr. Thomas Rahe

Dr. Thomas Rahe, geboren 1957, studierte Geschichte, katholische Theologie und Pädagogik an der Universität Münster. 1987 promovierte er mit einer Dissertation zur Programmatik des Frühzionismus. Seit 1987 ist er wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Als Historiker ist er beteiligt an zahlreichen Publikationen zur Geschichte Bergen-Belsens und zur jüdischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, u.a. in: „Höre Israel". Jüdische Religiosität in nationalsozialistischen Konzentrationslagern, Göttingen 1999.

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