Projekt Einzelansicht  - Stadt Witten

Tag und Nacht für Toleranz - "Denkanstöße" bei Stellwerk e.V.

Denkanstöße

Unter dem Titel Wir für Demokratie - Tag und Nacht für Toleranz haben am 16.04.13 bundesweit in allen Kommunen mit einem lokalen Aktionsplan besondere Veranstaltungen - gefördert aus dem Bundesprogramm "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" - stattgefunden, die das Engagement all derjenigen lebendig und erlebbar machten, die sich tagtäglich für unsere Demokratie einsetzen. "Wir freuen uns, dass das Bundesfamilienministerium für den lokalen Aktionsplan Witten diese einmalige Veranstaltung mit zusätzlichen Bundesmitteln in Höhe von 4000,- € gefördert hat", teilt der Leiter der internen Koordinierungsstelle der Stadt Witten Michael Lüning mit.

Unter dem Motto "Denkanstöße" hat die Kulturinitiave Stellwerk am Dienstag, den 16.04.13 drei Künstlergruppen ins Knut's, Wiesenstr. 25, geholt, die uns beeindruckende Einblicke in fremde Lebenslagen geliefert haben.

Gestartet wurde mit "Wie schmeckt dein Leben?", eine der jüngsten Produktionen der Bochumer Regisseurin Lene Keckeisen. Gemeinsam mit insgesamt 16 Menschen unterschiedlichster Herkunft erarbeitete sie ein schillerndes Theaterstück über das Drunter und Drüber in einer deutschen Großküche. Die Gäste fressen und der Chef macht Stress. Er selbst unterliegt den Regeln des Lebensmittelüberwachungsamtes. Als eine neue Mitarbeiterin aus Pakistan erscheint, geschieht noch mehr: Erinnerungen an die Heimat werden wach. Eine Praline verzaubert die Mitarbeiter und bringt einen Hauch von Orient in den Arbeitsalltag. Die Küche wandelt sich in einen Ort der Begegnung, der Freude und Ausgelassenheit. Kann Chili unserem Leben Wärme geben? Kann Safran es bunter machen? Und was sagt eigentlich der Chef dazu? In diesem Stück mischen sich Fiktion mit realen Erlebnissen der Teilnehmer, Träume mit Alltagsbetrieb. Mit einer Fotoausstellung und einem Reisebericht entführte Annie Sauerland die Gäste anschließend zum Gazastreifen. Sie arbeitete dort als Fotografin und begleitete zwei junge Schwestern (13 und 15 Jahre), die gegen alle gesellschaftlichen und politischen Widerstände mit der Fischerei den Lebensunterhalt für ihre Familie verdienen. Abgerundet wurde der Abend mit einer Produktion von Dimitri Schwartz und Mascha Schneider, die mit Franz Kafkas "Ein Bericht für eine Akademie" die Geschichte der Menschwerdung erzählen und gewohnte Perspektiven mit satirischem Spiel ordentlich durcheinander bringen. 

Die Künstler standen nach den Beiträgen für lockere Gespräche bei Musik und Getränken zur Verfügung. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" und als gesondert gefördertes Projekt des lokalen Aktionsplans Witten, in Kooperation mit der VHS Witten-Wetter-Herdecke und dem Amt für Jugendhilfe und Schule statt. Weitere Infos unter www.studiostellwerk.de

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